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Cover Viveka 47

 

Hefte für Yoga 47  (2010)

Gehirn, Geist und Bewusstsein
Im Gespräch: Thomas Metzinger
Im Gespräch: Ulrich Ott
Meditation im Gruppenunterricht

Gehirn, Geist und Bewusstsein – und die Angst vor der Wissenschaft

Unser heutiges Wissen über den Menschen stellt vieles in Frage, dessen wir uns bisher als vertraute Sicherheiten ganz gewiss waren. Das gilt vor allem auch für unser Verständnis von Geist und Bewusstsein. Wo Neues entsteht, ist auch Platz für Ängste und Befürchtungen. Manche sind berechtigt, andere unbegründet. Der folgende Artikel plädiert für einen unverkrampften und offenen Umgang mit den vielen neuen auf wissenschaftliche Art gewonnenen Erkenntnissen über die Strukturen und die Arbeitsweise unseres Geist. Sie werden uns helfen, seine Möglichkeiten und Grenzen und damit uns selbst und nicht zuletzt Yoga besser zu verstehen.

Im Gespräch: Thomas und Metzinger 

Thomas Metzinger lehrt Theoretische Philosophie an der Universität Mainz, leitet dort den Arbeitsbereich Neuroethik und gilt als einer der profiliertesten Philosophen des Geistes. Er war von 2005 bis 2007 Präsident der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft, seit 2009 Präsident der Association for the Scientific Study of Consciousness. Meditation ist seit über 30 Jahren fester Bestandteil seines Alltags. 
Auf der Suche nach dem Selbst - ein Gespräch mit Prof. Thomas Metzinger

  • "Es sind Hirnzustände, die darüber ­entscheiden, wie wir uns selbst erleben, wie wir unseren Arm, ­unsere Hand oder ­­unseren Bauch ­erleben. Die nächste ­Ursache dieses ­Erlebens sind ­eindeutig Vorgänge im Gehirn und nicht ­Vorgänge in der Hand oder im Bauch oder im Arm oder sonst wo."
  • "Tatsächlich ist gar nicht klar, was ­Aussagen wie »das Ich löst sich auf« oder »der Ego-Tod« ­eigentlich meinen."
  • "In der Praxis ist ja irgendwie beides wahr: Die richtige Form von ­Achtsamkeit ist ­einerseits völlig ­anstrengungslos und etwas, was keine Energie verbraucht, sondern Energie schafft. Auf der ­anderen Seite ist es auch wahr, dass man eine bestimmte, schwer zu ­beschreibende Art von Disziplin braucht."

Artikel als kostenloser Download (PDF): Im Gespräch: Thomas Metzinger

Im Gespräch: Ulrich Ott 

Ulrich Ott ist einer der führenden Meditationsforscher im deutschsprachigen Raum. Als Psychologe arbeitete er am Institut für Psychobiologie und Verhaltensmedizin an der Justus-Liebig-Universität in dem Projekt "Psychophysiologie veränderter Bewusstseinszustände"; seit 2005 ist er Mitarbeiter am Bender Institute of Neuroimaging in Freiburg und leitet dort die Arbeitsgruppe "Veränderte Bewusstseinszustände". Seine viel beachtete Forschungsarbeit ist für uns sicher auch deshalb von besonderem Wert, weil er sie auf dem Hintergrund eigener Meditationspraxis und viel Erfahrung im Unterrichten von Meditation entwickelt hat. 

  • "Für mich ist ­Meditation eigentlich primär ein Weg zur Selbstbestimmung. Dabei muss ich erst einmal in der Lage sein, wahrzunehmen, was ich bin, wer ich bin und wie ich mich fühle."
  • "Für die Forschung wird immer klarer, dass unser Selbst sehr viele Facetten, viele verschiedenen Anteile hat. Einige dieser ­Facetten werden durch Meditation ­hervorgehoben, ­verstärkt, und andere werden geschwächt. So kann es dazu ­kommen, dass man durch Meditation das eigene Selbstbild so verändert."
  • "Wie kann man ­Meditation optimal lernen? Ich stelle ­immer ­wieder fest, dass die Reaktion der ­Meditierenden auf ­eine Anweisung sehr, sehr unterschiedlich ist. Man hat in einem Kurs zwölf Leute, fünfzehn Leute; man macht nach der ­Meditation eine Feed-back-Runde und fragt: Wie ist es denn gegangen? Und jeder erzählt eine andere Geschichte."

Artikel als kostenloser Download (PDF): Im Gespräch: Ulrich Ott

Serie Gruppenunterricht - Meditation

Das Unterrichten von Meditation verlangt eine besondere Achtsamkeit und Kompetenz. Und mehr noch als im individuellen Unterrichten zeigen sich gerade im Gruppenunterricht einige wichtige Aspekte, in denen sich die Arbeit mit Meditation von der mit Āsana und Prānāyāma unterscheidet. Im Mittelpunkt des Artikels steht die Diskussion verschiedener praktischer Möglichkeiten, Meditation im Gruppenunterricht verantwortungsvoll und effektiv zu gestalten.

 

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